Durchwachsene Bilanz

19. September 2014

WLV-Präsident Johannes Röring, Elmar Schulze Heil, Susanne Schulze Bockeloh, Kreisvorsitzende, und Margret Schulze Heil beim Pressefoto der Ernte-Pressekonferenz.

Die Bauern in Westfalen-Lippe blicken zurück auf eine Getreide- und Rapsernte mit guten Erträgen bei sehr unterschiedlichen Qualitäten und niedrigen Erlösen. Bei der Ernte-Pressekonferenz des Verbandes auf einem Bauernhof in Münster ging Röring auf die phasenweise sehr schwieriger Wetterverhältnisse ein und gab einen Überblick über die Ernteergebnisse.

Die mengenmäßig gute Getreideernte in Westfalen-Lippe und in ganz Deutschland spiegle eine weltweit entspannte Versorgungsbilanz, bilanzierte Röring. Durch das hohe Angebot auf den Weltmärkten seien allerdings die Erzeugerpreise der heimischen Bauern im zweiten Jahr in Folge deutlich gesunken. Insgesamt habe sich ihre Stimmung aufgrund sinkender Erzeugerpreise für Milch, Rindfleisch und Getreide sowie hoher Pachtpreise im Verlauf des Jahres 2014 merklich abgekühlt.

Zugleich sieht der Verband die Branche gefordert, die gesellschaftliche Debatte über die Ausrichtung der heimischen Landwirtschaft weiter aktiv zu begleiten. Röring: „Wir fordern, dass die NRW-Landesregierung und die Bundesregierung die Anstrengungen unserer Branche vor allem im Bereich des Tierwohls anerkennen und konstruktiv begleiten. Die Erzeugerpreise für Nahrungsmittel spiegeln in unserem Land oft nicht deren wirklichen Wert. Wer eine nachhaltige Landwirtschaft auf stabiler Grundlage will, der muss anerkennen, dass hohe ökologische und soziale Standards nur durch wirtschaftlich gesunde Betriebe gewährleistet werden können“.

Detaillierte Ernteergebnisse

finden Sie in der Pressemeldung zur Ernte-Pressekonferenz

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